sempre-audio

KEF präsentiert Lautsprecher der R-Serie in strahlendem Weiss

High End 2012: Mit der so genannten KEF R-Serie will der englische Lautsprecher-Spezialist eigenen Angaben zufolge nicht weniger als Standards für die audiophile Mehrkanal-Wiedergabe von Musik setzen, und gleichzeitig anspruchsvolle Heimkino-Fans begeistern. Dafür sorgen unter anderem Technologien, gewonnen aus der Entwicklung der KEF Blade, so das Unternehmen, das die umfangreiche Modell-Palette der KEF R-Serie nun auch in Weiss anbietet.

Von Michael Holzinger (mh)
16.05.2012
Die so genannte R-Serie aus dem Hause KEF sei, so der englische Lautsprecher-Spezialist, das Ergebnis jahrelanger Erfahrung im Bereich Premium HiFi und Home Entertainment und umfasse zahlreiche Innovationen, unter anderem aus der Entwicklung des Flaggschiffs KEF Blade. Gleichzeitig sei es das erklärte Ziel der Entwickler der KEF R-Serie gewesen, High-end Soundwiedergabe zu einem erschwinglichen Preis zu realisieren.

Die R-Serie aus dem Hause KEF präsentiert sich sehr umfangreich, umfasst sie doch immerhin neun Modelle, drei davon als Stand-Lautsprecher-Systeme ausgeführt, zwei Regal-Lautsprecher-Systeme, gleich zwei in der Klangcharakteristik auf die genannten perfekt abgestimmte Center-Speaker, einen Dipol/ Surround-Speaker sowie einen nach Angaben des Herstellers kraftvollen aktiven Twin Driver Subwoofer mit einer Leistung von immerhin 500 Watt.

Im Mittelpunkt des Konzepts der R-Serie von KEF steht nach Angaben des Herstellers eine neue Uni-Q-Anordnung in Kombination mit einem ebenfalls neuen Basstreiber. Dieser Uni-Q Mitten- und Hochton-Treiber wartet mit einem verstärkten Magnesium/ Aluminium-legierten Konus und der so genannten KEF Z-Flex Technologie auf. Diese soll einen flachen und weichen Übergang zum Gehäuse ermöglichen, sodass die Reaktion der Mittelfrequenzen extrem schnell und sauber erfolgt. Dazu soll nach Ansicht der Entwickler auch ein besonders stabiles, im Druckguss-Verfahren hergestelltes Aluminium-Chassis beitragen, das zudem keinerlei Resonanzen an das Gehäuse abgibt. Im akustischen Zentrum des 125 mm Mittenton-Treibers sitzt ein belüfteter Aluminium-Hochtöner mit einem Durchmesser von 25 mm, der über einen besonders leistungsfähigen Neodymium-Magnet und eine extrem harte und computeroptimierte Kalotte verfügt. Durch die spezielle Anordnung dieses Treiber-Gespanns soll nach Ansicht der Entwickler eine Punktquellen-Klangcharakteristik erzielt werden. Die so genannte KEF Tangerine Waveguides sorgen nach Angaben des Hersteller für eine breite Abstrahlung auch in den hohen Frequenzen.

Der Basstreiber der R-Serie von KEF soll durch die Kombination aus einen massiven, belüfteten Magnetkonstruktion und einer großen, aber gleichzeitig sehr leichten Aluminium-Schwingspule den ebenfalls sehr leichten, versteiften Hybridkonus besonders exakt antreiben und so saubere und tiefe, unkomprimierte Bässe mit hoher Dynamik erlauben.

Beim Gehäuse der KEF R-Serie setzt die englische Lautsprecher-Schmiede eigenen Angaben zufolge auf schichtweise gepresste Dämmpanele, die Gehäuse-Vibrationen verhindern und auch der Bassreflex-Port der Lautsprecher-Systeme soll durch Computerunterstützte Optimierung perfekt ausbalanciert sein, um im Zusammenspiel mit den bereits genannten Ausstattungsmerkmalen sowie Computerentwickelte Frequenzweichen in Summe eine natürliche Abbildung mit breite Bühne und detailreicher, dynamischer Wiedergabe zu erlauben.


Am obersten Ende der KEF R-Serie steht die KEF R900, ein Dreiwege-Bassreflex Standlautsprecher-System mit besagter KEF Uni-Q Treiberanordnung bestehend aus 25 mm Hochtöner und 125 mm Mitteltöner sowie zwei Tiefton-Treibern mit einem Durchmesser von 200 mm. Ausgelegt ist das System mit einer Impedanz von 8 Ohm für Verstärker mit einer Leistung von 25 bis 250 Watt, wobei die Empfindlichkeit vom Hersteller mit 90 dB angegeben wird. Der maximale Schalldruck beträgt bei diesem System 115 dB und der Frequenzbereich wird mit 35 bis 45.000 Hz angegeben. Die Frequenzweichen setzen bei 400 Hz bzw. 2,9 kHz ein. Mit Abmessungen von 1.181 x 359 x 388 mm und einem Gewicht von immerhin 29,5 kg stellt dieses Lautsprecher-System auch diesbezüglich alles andere als ein Leichtgewicht dar.

Etwas kleiner ist die KEF R700 ausgefallen, die es mit 1.121 x 329 x 368 mm ebenfalls noch auf 25,9 kg bringt und nahezu mit einer identischen Treiber-Ausstattung aufwartet. Allerdings weisen die zwei Aluminium-Tiefton-Treiber hier einen Durchmesser von nur 165 mm auf. Damit deckt das System einen Frequenzbereich von 37 bis 45.000 Hz ab, wobei die Frequenweichen hier bei 500 Hz und 2,9 kHz ansetzen. Mit einer Impedanz von 8 Ohm ist dieses Lautsprecher-System für Verstärker mit einer Leistung zwischen 25 und 200 Watt ausgelegt und entwickelt mit einer Empfindlichkeit von 89 dB einen Schalldruck von bis zu 113 dB.

Die KEF R500 ist ebenfalls als Dreiwege-Bassreflex Standlautsprecher-System ausgelegt und baut neben der zuvor genannten Uni-Q-Treiberanordnung auf zwei 130 mm Aluminium-Tieftöner. Der Frequenzbereich wird bei diesem Lautsprecher-System mit 39 bis 45.000 Hz angegeben, die Frequenzweichen greifen bei 500 Hz bzw. 2,8 kHz ein, die Impedanz beträgt 8 Ohm und der Schalldruck bis zu 111 dB bei einem Wirkungsgrad von 88 dB und Verstärkern mit einer Leistung zwischen 25 und 150 Watt. Dieser Standlautsprecher ist mit Abmessungen von 1.066 x 299 x 328 mm und einem Gewicht von lediglich 21,8 kg bereits recht kompakt ausgefallen.

Wer‘s noch kompakter bevorzugt, der greift vielleicht zu den beiden Regal-Lautsprecher-Systemen der KEF R-Serie, etwa der KEF R300. Diese ist ebenfalls als Dreiwege-Bassreflex-System ausgelegt und setzt neben der Uni-Q-Treiberanordnung auf einen 165 mm Aluminium-Tieftöner, um damit einen Frequenzbereich zwischen 42 und 45.000 Hz bei einer Impedanz von 8 Ohm und einer Empfindlichkeit von 88 dB an Verstärkern mit einer Leistung zwischen 25 und 120 Watt einen maximalen Schalldruck von 110 dB zu entwickeln. Die Frequenzweichen setzen bei diesem Lautsprecher-System bei 500 Hz bzw. 2,8 kHz ein. Mit Abmessungen von 385 x 210 x 345 mm wiegt dieses System 12 kg.

Die KEF R100 ist mit Abmessungen von 280 x 180 x 289 mm und einem Gewicht von lediglich 6,6 kg nochmals deutlich kompakter, und setzt als einziger Lautsprecher der KEF R-Serie auf ein Zweiwege-Bassreflex-System. Hier besteht die Uni-Q-Treiberanordnung aus einem Tief- und Mittentöner mit 130 mm Durchmesser und dem 25 mm Hochtöner. Damit erzielt sie bei einer Empfindlichkeit von 86 dB einen Schalldruck von bis zu 107 dB, ist für Verstärker mit einer Leistung zwischen 25 und 100 Watt geeignet und deckt einen Frequenzbereich zwischen 49 Hz und 45 kHz ab. Die Übergangsfrequenz wird vom Hersteller bei diesem Lautsprecher-System mit 2,5 kHz angegeben.

Beim Center-Speaker KEF R600c handelt es sich wiederum um ein Dreiwege-Bassreflex-System, bei dem zwei 165 mm Tiefton-Treiber zum Einsatz kommen. 50 Hz bis 45 kHz versteht sie damit laut Herstellerangaben abzudecken, wobei die Übergangsfrequenz bei 500 Hz bzw. 2,9 kHz liegt. Mit einer Impedanz von 8 Ohm und einer Empfindlichkeit von 89 db entwickelt dieser Lautsprecher mit Abmessungen von 200 x 630 x 335 mm und einem Gewicht von 17,2 kg einen maximalen Schalldruck von 113 dB an Verstärkern mit einer Leistung zwischen 20 und 200 Watt.

Mit 170 x 530 x 305 mm und einem Gewicht von 14,4 kg ist der zweite Center-Speaker der KEF R-Serie, der KEF 200c nur eine Spur kleiner ausgefallen. Nicht erstaunlich, setzten die Engländer ja auch hier auf ein Dreiwege-Bassreflex-System mit zwei 130 mm Tiefton-Treibern. Jetzt kennen wir ja schon die wesentlichen Merkmale in etwa, wie eine Impedanz von 8 Ohm, eine Empfindlichkeit von 87 dB, ein Frequenzgang von 52 Hz bis 45 kHz, empfohlene Verstärkerleistung zwischen 25 und 150 Watt und einen maximalen Schalldruck von 111 dB. Die Frequenzweichen greifen hier bei 500 Hz bzw. 2,8 kHz ein.

Der KEF R800ds ist als Dreiwege Dipol ausgelegt und verfügt zwar ebenfalls über die Uni-Q-Treiberanordnung, allerdings kommen hier zwei 25 mm Hochtöner sowie zwei 130 mm Tief/ Mittenton-Treiber zum Einsatz. Damit deckt das System einen Frequenzbereich zwischen 90 Hz und 45 kHz ab, wobei die Übergangsfrequenz vom Hersteller mit 300 Hz bzw. 2,5 kHz angegeben wird. Die Impedanz beträgt natürlich auch hier 8 Ohm, wobei das Lautsprecher-System an Verstärkern mit einer Leistung zwischen 25 und 100 Watt und einer Empfindlichkeit von 85 dB einen maximalen Schalldruck von 107 dB entwickeln kann. Mit Abmessungen von 180 x 350 x 184 mm wiegt es 7,4 kg.

Beim passenden Subwoofer, dem KEF R400b setzt die englische Lautsprecher-Schmiede auf einen geschlossenen, aktiven Subwoofer, der über zwei 255 mm Treiber verfügt, die ebenso angeordnet und fest verbunden sind, wie die Basstreiber in der KEF Blade. Durch diese symmetrische Anordnung und feste Verbindung der beiden Basstreiber sollen sich die Kräfte im Inneren des Suwboofer aufheben, sodass es zu keinerlei Vibrationen und störenden Resonanzen kommen soll. Über eine in Class D arbeitende Endstufe mit jeweils 250 Watt werden die Treiber des Subwoofers befeuert. Damit deckt der Subwoofer KEF R400b einen Frequenzbereich zwischen 26 und 140 Hz ab, wobei ein variabler Tiefpass-Filter vierter Ordnung für eine optimale Anpassung das die jeweiligen Raumverhältnisse im Bereich 40 bis 140 Hz zur Verfügung steht. Mit Abmessungen von 365 x 330 x 351 mm steht ein internes Volumen von immerhin 22 Litern zur Verfügung, sodass ein maximaler Schalldruck von 111 dB erzielt werden kann. Der Subwoofer KEF R400b bringt es auf stolze 21,5 kg.

Related posts